Vergebliche Liebesmüh

Vergebliche Liebesmüh

Da ist einer fleissig dran,
bemüht sich mit viel Einsatz
und das alles bewirkt kaum etwas.

Da setzt sich eine eifrig ein,
ist vielseitig engagiert
und das alles bringt kaum etwas.

Warum sich das antun?
Wieso sich abmühen?

In solcher Vergeblichkeit ist leise zu erinnern,
dass es Dinge gibt,
die sich weder beschleunigen noch erzwingen lassen
– wie das Wachsen der Saat.

In solcher Vergeblichkeit ist leise zu erinnern,
dass es Möglichkeiten gibt,
die zunächst weder sichtbar noch erkennbar sind
– wie bei einem winzigen Samenkorn.

Das sind keine Allheilmittel.
Das sind keine Patentrezepte.
Aber dann und wann hilft es,
Zeit zu geben, dass etwas entstehen kann.
Aber dann und wann hilft es,
den winzigen Schritten zu vertrauen.

(11. Sonntag C, Mt 4,26-32)

In eigener Sache:
Auf Radio RaBe ist diese Woche ein Interview ausgestrahlt worden zum Blog wortimpuls.ch. Es ist hier zu hören, ab Minute 39.17.