Mittendrin
Es brauche keine Kirche mehr, sagen einige.
Der Glaube sei privat und brauche keine Institution.
Klar ist:
Die individuelle Lebensgestaltung hat einen grossen Wert.
Darum ist es zentral,
dass Kirchen die Erfahrungen der einzelnen sehr ernst nehmen,
dass in den Kirchen Freiheit und Weite grossgeschrieben sind.
Es brauche keine Kirche vor Ort, sagen einige.
Pfarreien können fusioniert, fusioniert und nochmals fusioniert werden.
Klar ist:
Nicht jede kirchliche Gemeinschaft kann alles abdecken.
Darum ist es selbstverständlich,
dass es lokale Kooperationen gibt,
dass Verschiedenes regional organisiert wird.
Es brauche keine öffentlich sichtbare Kirche, sagen einige.
Religion gehöre in die Sakristei und in die Hinterhöfe.
Klar ist:
Die Kirche hat keine gesellschaftliche Alleinstellung.
Darum ist es angebracht,
dass sie ihre Stimme als eine unter vielen öffentlich einbringt,
dass sie sich lokal als einer der verschiedenen sozialen Player versteht.
Weil das Ziel von Kirche ein gutes Zusammenleben aller ist,
weil die Erfahrungen der einzelnen wichtig sind,
weil es lokale Kooperationen braucht,
weil es den öffentlichen Austausch mit andern braucht,
ist eine lokal verankerte Kirche
– im Quartier, im Dorf, an einem besonderen Ort –
eine sinnvolle Organisationsform:
Als verlässliches Netzwerk,
als erkennbarer Ort,
mit vertrauten Gesichtern.
