Geteiltes Brot
Sie teilen Brot beim Pessachfest.
Bis heute.
Erinnernd an die Flucht damals
aus der Unterdrückung in die Freiheit.
Sie teilen Brot am Sonntag.
Bis heute.
Erinnernd an das letzte Nachtessen damals
vor dem gewaltsamen Ende und dem unerwarteten Neubeginn.
Sie teilen Brot, um zu sagen:
Dass es nicht sein soll,
dass Völker leiden
unter denen, die ihre Macht missbrauchen.
Sie teilen Brot, um zu sagen:
Dass es nicht sein soll,
dass einzelne leiden
unter denen, die sie kleinmachen.
Sie teilen Brot
drinnen an ihren Tischen.
Auf dass es geteilt sei
draussen in aller Welt.
(Hoher Donnerstag 2026, 1 Kor 11,23-25)
