Zugrunde gehen
Wer Unrecht tut,
wird zugrunde gehen.
Nicht, weil da eine göttliche Instanz wäre, die straft.
Nicht, weil da ein Aufpassergott wäre, der einschreitet.
Nicht, weil da eine göttliche Kommandozentrale wäre, die eingreift.
Sondern, weil Unrecht ins Chaos stürzt,
Elend schafft
und tötet.
Vom Krieg verwüstete Landstriche
und vom Hass vergiftete Menschen
schaden Unzähligen.
Der Raubbau an der Erde
und unumkehrbar zerstörte Lebensgrundlagen
schaden Unzähligen.
Wer Unrecht tut,
wird zugrunde gehen.
Vielleicht ist der Satz zu einfach.
Weil diejenigen, die Unrecht verüben,
oft ungeschoren davonkommen.
Weil diejenigen, die Unrecht tun,
sich oft am besten wehren können gegen dessen Folgen.
Vielleicht stimmt der Satz doch.
Weil letztlich alle Menschen betroffen sind,
alle Lebewesen,
der ganze Planet.
Der Hinweis in den alten Schriften
ist durchaus plausibel,
einsichtig,
und bedenkenswert:
Auf das eigene Wohl
und auf das der anderen zu achten.
(26. Sonntag A, Ez 18,26, Phil 2,4)
